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Herzlich Willkommen beim Ortsverband Neuenhagen und bei der Fraktion DIE LINKE in der Gemeindevertretung Neuenhagen.

 

 

 

Trauer um den Verlust von Dr. Arno Gassmann

Der Ortsvorstand der LINKEN sowie die Fraktion in der Gemeindevertretung müssen von Dr. Arno Gassmann Abschied nehmen. Plötzlich und unerwartet ist er am 16.07.2019 im Alter von nur 51 Jahren verstorben.

Dr. Arno Gassmann war Vorsitzender des Ortsvorstandes und seit Herbst 2018 auch Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Gemeindevertretung der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin. In diesem Rahmen und darüber hinaus, u.a. als Mitglied des Kreistages Märkisch-Oderland, genoss er ein hohes Ansehen. Er war ein geschätzter Gesprächspartner und Mitstreiter, vor allem für die Entwicklung und Sicherung der kulturellen Angebote in der Region. Mit großem Sachverstand engagierte er sich in den vergangenen Jahren in besonderer Weise für die nachhaltige Sicherung der Kreismusikschule. 

Dr. Arno Gassmann wurde 1968 in Karlsruhe geboren; an der dortigen Universität sowie in Nottingham studierte er später Literaturwissenschaften, Soziologie und Philosophie. Der Literatur blieb er treu: 2001 promovierte er zur Prager deutschen Literatur und seine hervorragende Kenntnis der Literatur von Franz Kafka beeindruckte bis zuletzt manchen Gesprächspartner. 2001 ging er an das Kleist-Museum nach Frankfurt/Oder, um dort als Wissenschaftlicher Leiter zu wirken. In dieser Zeit verlegte er seinen Wohnsitz nach Neuenhagen. Seit 2012 war Dr. Arno Gassmann in der Bertolt-Brecht-Gesellschaft aktiv, bis zum Schluss engagierte er sich hier als 1. Vorstand. Noch mehr war er freier Autor und Publizist, seine Beiträge – u.a. für die „Ansichten – Aussichten“, dem regelmäßigen Informationsblatt der Neuenhagener LINKEN – wurden gern gelesen. Sie waren geprägt von einem klaren Stil und durchzogen von einem leisen, zurückhaltenden Humor, der die Leser zum Nachdenken brachte. 

Seine politische Arbeit – im Ortsverband der LINKEN, in der Gemeindevertretung und im Kreistag – war gekennzeichnet von einem sachlichen Auftreten und von dem Vermögen, auch einmal einen Schritt zurücktreten zu können. Seine konzentrierte Leitung des Kultur- und Sozialausschusses zeigte dieses eindrucksvoll. Für ihn gab es keine Politik ohne Kompromisse, mit Ausnahme von Demokratie und Achtung der Menschenwürde. Beide waren für ihn nicht verhandelbar. 

In der Fraktionsarbeit war ihm wichtig, dass die Expertise der einzelnen Fraktionsmitglieder sichtbar wird und eine Einbindung aller Beteiligten erreicht wird. 

Jenseits von Politik und Literatur galt sein Interesse dem digitalen Spiel. Sah man ihn durch Neuenhagen wandern, war er häufig auf der Suche nach den virtuellen Fantasiewesen aus „Pokémon Go“. Auf dieser Basis kam er mit vielen ins Gespräch und – wenn die Fraktion zur Beratung im Fraktionsraum saß – wusste er auch die Spaziergänge ganzer Familien am Rathaus einzuschätzen. 

Nun müssen wir uns verabschieden. Die Lücke, die Arno hinterlässt, ist groß. Sie wird auch nicht vollständig zu schließen sein. Vielleicht muss sie das auch gar nicht. Aus den Begegnungen mit ihm, aus der Zusammenarbeit und aus dem gemeinsamen Gestalten in Neuenhagen und darüber hinaus nehmen wir viel mit. 

Arno hätte wahrscheinlich nichts dagegen, wenn wir ab sofort alles ganz anders machen würden. Hauptsache wir würden es aus vollstem Herzen, mit größter Leidenschaft, immer mit etwas Humor und vor allem sozialer Überzeugung tun. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Und dazu, mit noch mehr Engagement weiterzumachen.

Danke, Arno!

"Die Wölfe sind zurück" - gelungene Aktion vor der Kommunalwahl

Was noch zum Fest für Demokratie und Toleranz am 01.September 2018 unmöglich war, wurde am 25. Mai 2019, am Tag vor den Kommunalwahlen und Europawahl, nun umgesetzt. Die Gemeindevertretung hatte den Bürgermeister beauftragt, die Ausstellung von Rainer Opolka "Die Wölfe sind zurück" nach Neuenhagen zu holen. Einen hervorragenden Anlass bot der "Lauf gegen Rassimus und Courage" am Einstein Gymnasium Neuenhagen, der in diesem Jahr übrigens bereits zum 13. Mal durchgeführt wurde. Die Wölfe (drei auf dem Schulhof des EGN, inmitten eines großen Festes, und ein weiterer direkt vor dem Rathaus) boten jedenfalls genügend Gesprächsanlässe - auch mit dem Künstler Rainer Opolka, der vom Engagement der Schule sichtlich beeindruckt war.

Am Abend zuvor war Heinz Ratz mit "Strom & Wasser" zu Gast im Bürgerhaus. Seine Initiative "Eine Million gegen rechts" wurde von einer Bürgerin an den Bürgermeister herangetragen, der diese aufgriff und gemeinsam mit der Gemeindevertretung für ein Konzert im Bürgerhaus sorgte. Die in diesem Rahmen eingeworbenen Spenden gehen an gemeinnützige Initiativen für Toleranz und Demokratie.