Wählerforum im Bürgerhaus
Die Bürgervereine "Neuenhagener Zentrum" und "Bollensdorf" hatten diesen Sonntag anläßlich der Kommunalwahlen am 25. Mai zu einem Wählerforum eingeladen. Dazu haben sie im Vorfeld einige Fragen zum Stand und zur Entwicklung Neuenhagens zusammengestellt und den Parteien und Wählervereinigungen zur Beantwortung übergeben.
Im Foyer des Bürgerhauses waren an den Infoständen der Parteien und Wählervereinigungen einzelne Kandidaten und Kandidatinnen anzutreffen. Zum großen Teil waren das für mich, und wohl auch für die meisten der Anwesenden, bekannte Gesichter aus der Kommunalpolitik Neuenhagens.
Zunächst sah der Besucherstrom etwas verhalten aus, doch als die Veranstaltung um 11 Uhr begann, hatte sich der Saal etwa zu Hälfte gefüllt. Rainer Becker, Vorsitzender des Bürgervereins Bollensdorf, eröffnete das Wählerforum und erklärte, warum sich die beiden Bürgervereine zu dieser Einladung entschlossen hatten. Im Hintergrund lief dazu auf der Leinwand ein Video mit den Fragen zu Neuenhagen und die dazu eingegangenen Antworten der Parteien in Kurzfassung (siehe <media 48484 - download "Leitet Dateidownload ein">Präsentation</media>).
Herrn Klementz von der Märkischen Oderzeitung hatten die Bürgervereine als Moderator gewonnen, der kurz den weiteren Ablauf erläuterte und dann in einer ersten Runde die Podiumsgäste um eine kurze persönliche Vorstellung bat. Ihre politischen Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode fragte er in einer zweiten Runde ab, bevor dann das Publikum die Möglichkeit bekam, Fragen an die Podiumsgäste zu stellen.
Bei den politischen Schwerpunkten zeigte es sich, dass, obwohl nur ausschnittsweise darstellbar, die Neuenhagener Probleme mehrheitlich erkannt und angegangen werden sollten. Die vom Publikum angesprochenen Themen reichten von Schulen und Bildung über Verkehrskonzept und Radwege bis hin zum betreuten Wohnen. Katastrophenschutz und Sicherheit im weiteren Sinne wurden ebenfalls nachgefragt. Ein weiteres Thema war die Entwicklung von Gewerbeflächen.
Die Antworten aus dem Podium zeigten auf, dass die Probleme Neuenhagens verstanden wurden, wie Uli Schulz vom Bürgerverein "Neuenhagener Zentrum" in seinen abschließenden Worten am Ende des Wählerforums unterstrich.
Einen etwas unangenehmen Beigeschmack hinterließen bei mir lediglich die Ausführungen des SPD-Vertreters Herrn Ulrich, der bei den Themen Ausbau der Ernst-Thälmann-Straße und Bürgerbefragung zum Stadtrecht versuchte, der LINKEN Unredlichkeit vorzuhalten. Herr Kindervater musste deshalb einiges richtigstellen (zu den Sachfragen siehe die Beiträge 1, 2 und 3).
Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass ungeachtet dieser Mißtöne auch die neue Gemeindevertretung so wie in der Vergangenheit kollegial und konstruktiv zusammenarbeitet und damit ihrem Wählerauftrag zum Wohle Neuenhagens gerecht wird.
Dem Moderator sei Dank gesagt, dass er das Forum zielstrebig und im vorgesehenen Zeitrahmen leitete. Mit einigen Namens-Versprechern bei der Vorstellung der Podiumgäste zu Beginn der Veranstaltung trug er zu einer lockeren Atmosphäre bei. Seiner Aufforderung an die künftigen Fraktionen, mehr eigene Anträge einzubringen und sich nicht alles von der Verwaltung vorschreiben zu lassen, wurde freundlich entgegnet, dass, wenn auch die Verwaltung im Kopf einer Beschlussvorlage steht, diese aber immer zuerst auch durch die Köpfe der Gemeindevertreter und Sachkundigen Einwohner geht und oftmals verändert wird, bevor etwas beschlossen wird. Diese Gemeinschaftsarbeit soll auch künftig fortgesetzt werden.
Ich möchte mich auch bei den beiden Bürgervereinen bedanken, dass sie dieses Wählerforum organisiert haben.
Klaus Biedka
ddmmyy
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Lektüretipp
Wir empfehlen Euch die Lektüre von " Das kurze Gedächtnis - Wie es wurde, was es ist - Splitter aus der deutschen Nachkriegsgeschichte" Gedanken von Kerstin Kaiser, Leiterin des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Moskau www.dielinke-neuenhagen.de/fileadmin/neuenhagen/Gedaechtnis.pdf
