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Ostermarsch in Fretzdorf gegen das Bombodrom

Die Ortsdemo in Fretzdorf , Kreis Ostpriegnitz-Ruppin, am 8. April 2007 für eine „Freie Heide“ und gegen das Bombodrom wurde für uns und für Helga und Rudolf Pietschmann ein wunderbares Erlebnis ...

Die Ortsdemo in Fretzdorf , Kreis Ostpriegnitz-Ruppin, am 8. April 2007 für eine „Freie Heide“ und gegen das Bombodrom wurde für uns und für Helga und Rudolf Pietschmann ein wunderbares Erlebnis. Mit erheblich mehr als 10.000 Teilnehmern vollzog sich der größte Ostermarsch in der Bundesrepublik - in diesem Jahr.

Von besonderer Bedeutung war, die Senioren blieben diesmal in der Minderheit. Die Generation ihrer Kinder und noch mehr die Generation der Enkel gaben der Veranstaltung das Gepräge.
Hauptredner war der Theologe Eugen Drewermann, der mit großer Schärfe die Kriegspolitik der NATO-Staaten seit dem Überfall auf Jugoslawien bis zu den aktuellen unheilvollen Ereignissen im Irak und in Afghanistan verurteilte. Er bezeichnete die NATO als verbrecherische Vereinigung, die man schleunigst verlassen sollte. Er erntete stürmischen Beifall.

Nach einem Fußmarsch von etwa zwei Kilometern fand die Abschlusskundgebung auf einem großen Gelände vor dem militärischen Sperrbezirk statt. Sie war als riesiges symbolisches Verbotsschild für Tornados gestaltet, das von Menschenmassen dargestellt wurde. Selbst Ministerpräsident Platzek kam nicht umhin, den Rückzug der Bundeswehr aus der „Freien Heide“ zu fordern – im Widerspruch zur Bundesregierung.

Beeindruckend für uns war die Vielfalt der Teilnehmer. Ein breites Spektrum von Linkspartei, DKP, christlichen Gruppen, örtlichen Initiativen bis zur SPD und ihr angeschlossenen Vereinigungen war vertreten, um gewaltfrei aber sehr entschlossen seinen demokratischen Willen kundzutun. Unter den Demonstranten befanden sich auch führende Linkspolitiker wie Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und der Europaabgeordnete Helmut Markow. Diese großartige Veranstaltung machte deutlich, in welchem Kräftebündnis das „historische Subjekt“ zur demokratischen Umgestaltung der Bundesrepublik bestehen sollte.

Heide Richter und Harry Schneider

 


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Lektüretipp

Wir empfehlen Euch die Lektüre  von " Das kurze Gedächtnis - Wie es wurde, was es ist - Splitter aus der deutschen Nachkriegsgeschichte" Gedanken von Kerstin Kaiser, Leiterin des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Moskau www.dielinke-neuenhagen.de/fileadmin/neuenhagen/Gedaechtnis.pdf