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Angela Kann

LINKE schlägt Kompromiss für Fußballplatzgebühren vor

Zum Jahreswechsel übernimmt die Gemeinde wieder den Jahnsportplatz. Nun gibt es einen Entwurf für eine Gebührenordnung, welcher auf heftigen Widerstand der Fußballer trifft. DIE LINKE hat sich mit den Verantwortlichen getroffen und nun einen Kompromiss vorgeschlagen. Über die Hintergründe berichte Angela Kann.

Zum Jahreswechsel übernimmt die Gemeinde wieder die volle Verantwortung für den Jahnsportplatz. Nun wurde für diesen ein Entwurf einer Gebührenordnung von der Verwaltung vorgelegt, welcher auf heftigen Widerstand der Fußballer trifft. DIE LINKE hat sich mit den Verantwortlichen getroffen und nun einen Kompromiss vorgeschlagen. Über die Hintergründe berichte Angela Kann.

In Neuenhagen hat Vereinsleben eine lange, schöne Tradition. Ob der Männerchor Frohsinn, der Sportverein Rot-Weiß oder die vielen anderen der über 60 mehr oder weniger großen Vereine. Eines haben sie alle gemeinsam: Hier finden sich Menschen zusammen, die gemeinsam ihrem Hobby nachgehen und Zeit miteinander verbringen möchten.

Die Mitglieder der Vereine investieren ehrenamtlich Zeit, Fantasie und Arbeit in das Funktionieren ihrer Gruppen. Sie sind eine Allianz von Gleichgesinnten. Nur so kann Vereinswesen funktionieren. Nur so können Vereine aus unserem Ort auch über die Grenzen  von Neuenhagen  positiv und mit Erfolg auftreten. Und das tun sie seit Jahren immer wieder.

Neuenhagen als Gemeinwesen kann den Vereinen nur eines bieten: Eine Heimstatt. Einen Ort, an dem alle diese Aktivitäten möglich sind. Und das tut die Gemeinde seit Jahren mit großem Erfolg. Hier werden neue Begegnungsstätten wie das Bürgerhaus geschaffen, Sportstätten neu gebaut, wie die Gartenstadthalle. Die Sporthallen der Schulen wurden modernisiert und nicht zuletzt wurde der Jahnsportplatz modernisiert. Dies alles aus dem Steuersäckel der Gemeinde – bezahlt also von uns allen.

Gemeinde übernimmt – Fußballer sollen zahlen

Einen Luxus gönnt sich die Gemeinde Neuenhagen seit vielen Jahren. Alle Kinder unter 18 Jahren dürfen alle diese Freizeiteinrichtungen kostenfrei nutzen.  An diesem Grundsatz soll sich auch in Zukunft  nichts ändern, darum wird DIE LINKE immer kämpfen. Alle Nutzer Ü18 werden allerdings gebeten, sich im geringen Umfang an der Refinanzierung dieser nicht unerheblichen Steuerausgaben zu beteiligen. Immer  nach dem Motto: Es sollen nur die zahlen, die es auch wirklich nutzen.

Während die Wahrnehmung dieser Verantwortung in den meisten Vereinen des Ortes Normalität ist, gab es für die Sektion Fußball viele Jahre lang eine Sonderregelung für den Jahnsportplatz. Das funktionierte auch recht gut. Viele Ehrenamtliche leisteten eine sehr gute Arbeite. Aus hier nicht weiter erwähntem  Grund gab es zunehmend Sand im Vereinsgetriebe. Der Zusammenhalt schwand, man verlor sich in Schuldzuweisungen und Diskussionen. Das spiegelte sich im Zustand der Sportanlage wieder. Die Gemeinde übernimmt nun die Verantwortung für den Sportplatz und wird 2014 auch gleich 41.000€ in die Reparatur und Instandhaltung investieren – zusätzlich zu den 185.000€ für den erneuerten Kunstrasenplatz aus 2013.

Jetzt finden sich die Fußballvereine das erste Mal in der gleichen Situation, wie alle anderen Vereine in Neuenhagen auch. Es wird eine Beteiligung gefordert. Finanziell wie auch immateriell. Es wird eine prozentuale Beteiligung an den Unterhaltskosten verlangt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dafür ist die Gemeinde im Umkehrschluss nun in vollem Umfang für den guten Zustand der Anlage verantwortlich. Auf der Einwohnerversammlung machte Bürgermeister Henze jedoch auch klar: „Ohne das ehrenamtliche Engagement wird es nicht gehen. Nicht anders war das auch zu meiner Zeit.“ Henze war lange Zeit Leiter der Abteilung Fußball der SG Rot-Weiß Neuenhagen.

LINKE schlägt Abrechnung pro Platznutzung vor

Fußball ist eine saisonale Sportart. Deshalb ist es aufgrund der jahreszeitlichen Spielzeiten und  der damit verbundenen Fluktuation in dieser Sportart nicht fair, einen durchgängigen Jahresbeitrag auf der Grundlage einer Mitgliederzahl an einem Tag X festzulegen. Dies wird aber von der Verwaltung derzeit genau so vorgeschlagen.

Die Fraktion DIE LINKE hat dazu einen Alternativvorschlag <media 44334 - download "Leitet Dateidownload ein">erarbeitet</media>. Dieser garantiert  vom Ansatz her eine größere Fairness für die Neuenhagener Fußballer und orientiert sich dazu noch an den Gepflogenheiten in den anderen Sporteinrichtungen der Gemeinde.

Wenn für die Nutzung des Jahnsportplatzes  für jede Ü18-Gruppe pro Stunde ein Satz von 15.00 € für das Kleinfeld (halber Platz) und 20,00 € pro Stunde für das ganze Feld berechnet werden, zahlen die Mitglieder der Fußballvereine im Jahr ca. 31% der gesamten Unterhaltskosten. Das wäre dann soviel, wie auch in der Gartenstadthalle und anderen Einrichtungen von den Vereinen gezahlt wird. Alle weiteren Kosten trägt die Gemeinde allein.

Wir denken, dass die Fraktion DIE LINKE so für die Fußballer eine gerechte und von allen zu tragende, transparente  Lösung vorgeschlagen hat. Wir haben einen detaillierten Vorschlag der Gemeindevertretung vorgelegt und bitten nun um deren Zustimmung.

Das Vereinswesen ist ein wichtiger Teil im Gemeindeleben und DIE LINKE wird sich immer für die Unterstützung der Vereine einsetzen. Es ist so wichtig für die Förderung von Kindern, für Freude und für den Zusammenhalt. Das Funktionieren dieser Gemeinschaften ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität in unserer Gemeinde.


Alle Ausgaben unserer kleinen Zeitungen "Ansichten - Aussichten", "Bürgerzeitung" und "Im Gespräch" finden Sie hier

Lektüretipp

Wir empfehlen Euch die Lektüre  von " Das kurze Gedächtnis - Wie es wurde, was es ist - Splitter aus der deutschen Nachkriegsgeschichte" Gedanken von Kerstin Kaiser, Leiterin des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Moskau www.dielinke-neuenhagen.de/fileadmin/neuenhagen/Gedaechtnis.pdf