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Marian Krüger

„Die meisten Aufstocker bleiben trotz Mindestlohn bedürftig“

Das ist das ernüchternde Resümee einer aktuellen Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit.

Das ist das ernüchternde Resümee einer aktuellen Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, einer Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach betragen die durchschnittlichen Stundenlöhne von Aufstockern ca. 6,20 Euro. Die niedrigsten Stundenlöhne werden mit 5 Euro in Ostdeutschland gezahlt. Da die meisten Aufstocker keine Vollzeitstellen haben, sondern meist größtenteils als 32 Wochenstunden arbeiten, reichen auch 8,50 Euro nicht zum Leben. Bedenkt man, dass 60 Prozent sogar Jobs mit weniger als 22 Wochenstunden haben, ist klar warum sie trotz Mindestlohn weiter staatliche Transferleistungen wie Wohngeld beantragen müssen. 

Das IAB schätzt ein, dass der Mindestlohn „nur wenigen Aufstockern (hilft), die Bedürftigkeit zu überwinden: 57.000 bis 64.000 von ihnen hätten nach Einführung des Mindestlohnes keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld II. Ein Teil dieser Personen würde stattdessen Wohngeld und Kinderzuschlag erhalten.“ 

Die Studie des IAB ist ein weiterer Beleg dafür, dass der von der Bundesregierung angekündigte gesetzliche Mindestlohn nur weiße Salbe für Linderung der Missstände des Niedriglohnsektors ist. Nötig ist die Überwindung der Niedriglohnpolitik, die nicht nur miese Löhne, sondern Altersarmut bedeutet. Der Niedriglohnsektor ist eine staatliche Subventionierung der Unternehmen zu Lasten der Sozialkassen.  

Die gesamte Studie finden Sie hier: doku.iab.de/kurzber/2014/kb0714.pdf

Marian Krüger


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Lektüretipp

Wir empfehlen Euch die Lektüre  von " Das kurze Gedächtnis - Wie es wurde, was es ist - Splitter aus der deutschen Nachkriegsgeschichte" Gedanken von Kerstin Kaiser, Leiterin des Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Moskau www.dielinke-neuenhagen.de/fileadmin/neuenhagen/Gedaechtnis.pdf