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Zum neuen Rahmenlehrplan für Berlin und Brandenburg

Es stehen Neuerarbeitungen der Rahmenlehrpläne in Berlin und Brandenburg an und hinterlassen tatsächlich viele Fragen. Auch die Politik bzw. konkret die Abgeordneten und Parteimitglieder müssen sich aufgrund vieler Zuschriften und Fragen erklären: Warum schon wieder kräftezehrende Neuerungen? Eine Broschüre der LAG Bildung und Schule.

Aufregendes – gar Revolutionäres – steht dem Land bevor, glaubt man den Äußerungen der Presse zu Beginn des Jahres 2015. Da heißt es: „Geschichtsunterricht ist Geschichte“ oder „Geschichte und Physik fallen unter den Tisch“. Spannendes lässt auch die betitelte Erkenntnis des Tagesspiegels vermuten: „Schulen sollen die Kinder erziehen“.

 

Doch worum dreht sich die ganze Aufregung?

Es stehen Neuerarbeitungen der Rahmenlehrpläne in Berlin und Brandenburg an und hinterlassen tatsächlich viele Fragen. Auch die Politik bzw. konkret die Abgeordneten und Parteimitglieder müssen sich aufgrund vieler Zuschriften und Fragen erklären: Warum schon wieder kräftezehrende Neuerungen? Was ist mit Geschichte und Naturwissenschaften geplant – oder sollen sie gar abgeschafft werden? Wie sollen die Lehrerinnen und Lehrer mit den neuen Niveaustufen arbeiten? In welcher Zeit soll das Ganze umgesetzt werden? Was passiert mit den Kindern des Förderschwerpunktes Lernen?

 

Viele dieser Fragen wurden auf der Sitzung der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule am 20.02.2015 in Potsdam besprochen und durch Steffen Kludt beantwortet. Der Vorsitzende der Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg stellt seine Präsentation freundlicherweise zur Verfügung, sodass sie gut nachvollziehbar hier stehen kann. Im Anschluss an die Folien der Präsentation sind stichpunktartig die Chancen und Schwierigkeiten protokolliert, die sich für die Landesarbeitsgemeinschaft ergeben haben. Diese sind nicht elaboriert oder abschließend formuliert, sondern Teil eines fortlaufenden Diskussionsprozesses. Wichtiger aber sind die ersten Forderungen, die für die LAG entstanden sind. In Kurzform sollen sie hier schon einmal aufgeführt werden:

 

• Schrittweise Einführung des neuen Rahmenlehrplans (RLP)

• Langfristig: eine universitäre Ausbildung von Gesellschaftswissenschaften (GeWi) und Naturwissenschaften (NaWi)

• Mittel- und kurzfristig: flächendeckende und konzeptionell durchdachte Weiterbildungsangebote im Hinblick auf GeWi und NaWi

• Erarbeitung von Beispielaufgaben zur Akzeptanzsteigerung der RLP

 

Dieses Papier soll zur Information über die tatsächlichen Inhalte und Neuerungen der Rahmenlehrpläne beitragen und etwas gegen die aufgeregten und zum Teil bewusst umdeutenden Lesarten beitragen.

 

Eine interessante und ertragreiche Lektüre wünschen

Anne-Frieda Reinke und Sten Marquaß

SprecherInnen der Landesarbeitsgemeinschaft Bildung und Schule der LINKEN Brandenburg

www.dielinke-brandenburg.de/fileadmin/Newsletter/RLP__2_.pdf


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