Gerechte Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder
Trotz sinkender Arbeitslosigkeit bleibt die Kinderarmut auch in Brandenburg ein bedrückendes Problem. In Brandenburg lebt jedes vierte Kind in Armut, in Frankfurt (Oder) sogar fast jedes dritte. Strategien gegen Kinderarmut zu entwickeln, ist für uns ein Arbeitsschwerpunkt.
Trotz sinkender Arbeitslosigkeit bleibt die Kinderarmut auch in Brandenburg ein bedrückendes Problem. In Brandenburg lebt jedes vierte Kind in Armut, in Frankfurt (Oder) sogar fast jedes dritte. Strategien gegen Kinderarmut zu entwickeln, ist für uns ein Arbeitsschwerpunkt. Im Rahmen der Haushaltsdebatte haben wir einen Antrag für finanzielle Mittel zur Armutsbekämpfung insbesondere von Kindern und Jugendlichen eingebracht. Mit insgesamt 500.000 Euro sollen 2015 und 2016 sozialräumliche Ansätze zur Bekämpfung der Armut und deren Folgen gefördert und regional ausgerichtete Strategien unterstützt werden.
Kinderarmut hat vielfältige Ursachen, die häufigste ist ein zu geringes Einkommen der Familie. Armut darf nicht automatisch zu schlechteren Bildungs- und eingeschränkten Entwicklungschancen führen. Wer Armut nachhaltig bekämpfen will, muss alle staatlichen Ebenen und gesellschaftlicher Akteure einbeziehen. Die Bundesregierung hat es versäumt, dem flächendeckenden Anstieg der Armut entgegenzuwirken. Deshalb wollen wir alle landespolitischen Gestaltungsmöglichkeiten ausschöpfen – in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, in der Familien- und Gesundheitspolitik – um die Bildungs- und Teilhabechancen für arme Kinder zu verbessern.
Gleich zu Beginn der Legislaturperiode hat sich der Landtag zur aktiven und zielgerichteten Bekämpfung von Armut bekannt. Dabei knüpfen wir an bewährte Maßnahmen wie das Schüler-Bafög nach dem Ausbildungsförderungsgesetz für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien sowie den Zuschuss zu Familienreisen oder das Mobilitätsticket an. Mit dem Runden Tisch gegen Kinderarmut soll das Thema stärker in das gesellschaftliche Bewusstsein gerückt werden. Er soll Kommunen und Regionen anregen, gemeinsam mit unterschiedlichsten Akteuren Erfahrungen zu bündeln und neue Maßnahmen zur Armutsbekämpfung auf den Weg zu bringen.
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