Das war der linke Sommerwind ...
Das Wetter meinte es gut mit den vielen Veranstaltungen in Neuenhagen am gestrigen Sonnabend. Auf dem Hof der Arche hatte der Ortsverband der LINKEN.Neuenhagen zum Sommerfest eingeladen, das dieses Jahr etwas beschaulicher als sonst ausfiel. Neben den Neuenhagenern waren auch Gäste aus Hoppegarten, Strausberg und Fredersdorf gekommen. Zunächst konnte man sich ausgiebig am Kuchenbuffet gütlich tun, das die Genossinnen als Eigenkreation gezaubert hatten. Die Arche-Lehrlinge unterstützten mit der Gabe von heißen und kalten Getränken - mit Kaffee-Gesprächen begann der "Linke Sommerwind 2011".
Die Vorsitzende des Ortsverbandes Elke Richter begrüßte dann die Anwesenden und stellte das weitere Programm vor: Musikalische Begleitung durch Jean-Luc Dancy, Interview zur Kommunalpolitik, Lesung mit Dr. Erich Siek, Fraktion vor Ort, Wissensquiz, Tombola ... , die Arche-Gastronomen haben auch den Grill vorbereitet. Für das geistige und leibliche Wohl sei ausreichend gesorgt.
Dann gaben der Sänger und seine Gitarre ihr Bestes. Chansons von Edith Piaf, Charles Aznavour und Gilbert Becoud erfreuten die Zuhörer.
Marian Krüger, der stellvertretende Ortsvorsitzende, hatte die Kommunalpolitiker Joachim Werner , Vorsitzender der Gemeindevertretung Neuenhagens und Karsten Knobbe, der sich um das Amt des Bürgermeisters in Hoppegarten bewirbt, zum Gespräch gebeten. Warum er das tut wurde Letzterer befragt. Linke Politik ist notwendig für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft - so zusammengefasst die Antwort. Was es in Neuenhagen zu dem Textbebauungsplan und dem Einzelhandels- und Zentrenkonzept aus Sicht der LINKEN zu sagen gibt, wollte der Interviewer von Joachim Werner wissen. Es geht um die Gestaltung Neuenhagens, für die das von der Verwaltung auch auf Druck der Linksfraktion zurückgezogene Konzept zu viele Restriktionen und fehlerhafte Vorschläge unterbreitet hatte. Nun sei der Weg wieder frei, die Planung unter Einbeziehung der Neuenhagener Öffentlichkeit voranzubringen.
Anschließend versammelte man sich im Seminarraum der Arche, der früher wegen seiner Einrichtung der Rote Salon genannt wurde, zur Lesung mit Erich Siek. Wie immer wieder gern gehört hatte der Ortschronist Historisches aus Neuenhagen mit aktuellem Bezug aus seinen scheinbar unerschöpflichen Quellen zu vergnüglich-besinnlichen Texten zusammengestellt. Der Bogen reichte von Neuenhagen als dem einstigen geografischen Mittelpunkt der Mark Brandenburg bis zum heutigen Mittelzentrum. Die Schilderungen des für Neuenhagen überlieferten Brauchtums des "Pietschens", sowie die Weisheiten, Kuriositäten und Kabarettistisches aus dem Fundus der Texte von Fallada, Fontane und Erich Weinert ließen die Lesung wie im Fluge vergehen.
Der kurzzeitige Regenschauer hatte sich in die Zeitplanung gut eingebracht, denn mit Abschluss der Lesung konnte das Sommerfest auf dem Hof der Arche weitergehen. Leider konnte ich nicht länger bleiben, denn Urlaubsvorbereitungen wollten auch rechtzeitig abgeschlossen werden.
So bleibt mir ein geselliges, vergnügliches und gelungenes Sommerfest der Linken in Erinnerung.
Klaus Biedka
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