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Dr. Arno Gassmann

„Das Volk sollte jenen wählen, der offen zugibt, Fehler gemacht zu haben, und nicht denjenigen, der alle List darauf verwendet, begangene Fehler zu vertuschen.“

Benedetto Croce

Gerüchteweise sind wir Leute aus Baden-Württemberg ja überall und können alles außer Hochdeutsch. Sie sind also mit mir bestens bedient. Ich bin 1968 in Karlsruhe geboren und habe mein Studium ebendort und in Nottingham absolviert. 2001 zog ich aus beruflichen Gründen nach Frankfurt an der Oder, um mich dem Kleistmuseum als Wissenschaftlicher Leiter anzuschließen. 

Seit 15 Jahren lebe ich  nun im schönen Neuenhagen. Ich bin der Vorsitzende der LINKEN in Neuenhagen und deren Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung. Seit 2009 vertrete ich unsere Gemeinde im Kreistag Märkisch-Oderland. Ich bin studierter Literaturwissenschaftler und engagiere mich seit ihrer Gründung 2012 als 1. Vorstand der Bertolt-Brecht-Gesellschaft e.V. 

Der jetzige Kreistag hat es nicht geschafft, eine zukunftssichere staatliche Schulsituation auf dem KWO-Gelände in Hoppegarten zu schaffen. Private Träger sind jetzt im Gespräch. Eine Erweiterung des Einstein-Gymnasiums war nach der letzten Erweiterung eigentlich nie angedacht gewesen. Jetzt müssen wir das Placebo schlucken und abwarten – zu lange. 

Wege zur Bürgerbeteiligung müssen gerade in dringlichen Fällen durch ein zeitgemäßes E-Government verbessert und vereinfacht werden. Der Weg nach Seelow ist aus Neuenhagen und Hoppegarten ein weiter. Auch behördliche Angelegenheiten sind digital für Alle zu vereinfachen.

Was in den Gemeinden und im Mittelzentrum gilt, gilt auch für den ganzen Landkreis. Was für die öffentliche Daseinsvorsorge wichtig ist, muss in der Hand des Kreises bleiben. Grundlegende Gesundheitsvorsorge ist hier ebenso gefragt, wie Dienstleistungen, die im täglichen Leben der Menschen nicht wegzudenken sind. Was uns noch selbstverständlich ist, ist im Oderbruch schon Luxus, etwa ein Einkauf oder Arztbesuch.

Der Ausverkauf der Kultur in Märkisch-Oderland muss gestoppt werden. Die noch bestehenden Standorte von kultureller Bedeutung müssen gestärkt werden. Die Kreismusikschule muss ihrem Bildungsauftrag finanziell gesichert und für Schüler bezahlbar nachkommen können und zwar auf gewohnt hohem Niveau.

Das Recht auf bezahlbaren Wohnraum ist ein Grundrecht für alle Bürgerinnen und Bürger. Für alle Generationen und alle Lebensentwürfe. Wo der Kreis Kapazitäten hat, muss er innovative und traditionelle Wohnformen etablieren. Auch das ist Daseinsvorsorge.

Wir müssen die Willkommenskultur für Flüchtlinge beibehalten und stärken. Wem wir heute die Hand reichen, kann morgen unser Helfer im Alter sein. Man muss den Menschen aus Krisengebieten auch in unserem Landkreis die Chance geben, ein Leben in Würde zu führen. Dazu gehören eine berufliche Eingliederung und Selbstbestimmung.

Hetzte und Schuldzuweisungen gegen andere Kulturen helfen niemanden. Sie stören vielmehr den sozialen Frieden und zerstörten unsere gesellschaftliche Grundordnung.

Die politischen Kräfte werden die Probleme unserer Zeit alleine nicht lösen können. Dazu braucht es das Engagement der Bürgerinnen und Bürger.

Ihr

Dr. Arno Gassmann